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Aktuelles & Presse

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Unsere 3-Monats-Kalender für das Jahr 2019:

Kalender WSG 2019

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Die neuen Dienstfahrzeuge der WSG Wach- und Sicherheits GmbH sind ab sofort im Auftrag der Sicherheit unterwegs!

Dienstwagen WSG Wach- und Sicherheits GmbH

Dienstwagen WSG Wach- und Sicherheits GmbH

Dienstwagen WSG Wach- und Sicherheits GmbH

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Absicherung des Spiels FC Energie Cottbus gegen FC Hansa Rostock am 29.07.2018:

Förderung des Albert-Schweitzer-Familienwerks Brandenburg e.V. am 29.06.2018 mit herzlicher Unterstützung von Roland Kaiser sowie Frau und Herr Reifenstein von der Firma Terpe Bau GmbH:

Unterstützung Boxring Hoyerswerda e.V.:

Sächsische Zeitung - Hoyerswerdaer Tageblatt 11.05.2018:

Sächsische Zeitung - Hoyerswerdaer Tageblatt 31.08.2017:

Sächsische Zeitung - Hoyerswerdaer Tageblatt 04.08.2017:

Sächsische Zeitung - Hoyerswerdaer Tageblatt 08.03.2017:

Sächsische Zeitung - Hoyerswerdaer Tageblatt 04.03.2017:

Wochenkurier Hoyerswerda, 16.10.2015: Bäckerei-Sterben, Flüchtlinge, Misstrauen...

WochenKurier spricht mit Bäckermeister Roland Ermer, dem Landtagsabgeordneten Frank Hirche, Unternehmer Veit Burmeister und mit Sachsens ehem. Ministerpräsidenten Prof. Dr. Georg Milbradt über brennende Themen dieser Tage.

Mal ganz ehrlich: Haben Sie nicht auch das Gefühl, dass derzeit jedes Gespräch auf dieselben Themen hinausläuft? Nach einem „Hallo wie geht´s“ landet man spätestens nach drei Sätzen bei Asyl, Flüchtlingsheim und dass der Bäcker um die Ecke schließen wird. Themen, die bewegen, doch über die auch viel Unsinn geredet wird. Deshalb unterhielt sich WochenKurier in den letzten Tagen mit Menschen, die es genau wissen müssen. Was ist Gerücht, was ist wahr, was bewegt die Lausitzer?

Es war der Knaller des Jahres: Dorfbäcker Richter aus Kubschütz legt sich mit dem Weltkonzern Lidl an. Eine Imagekampagne für die Industriebrötchen des Discounters schmeckt den Traditions-Bäckereien nicht. Als die Medien das Thema aufgreifen, erfährt die Öffentlichkeit, wie schlimm es tätsächlich um den Bäcker um die Ecke steht.

Roland Ermer aus Bernsdorf ist Landesobermeister des Landesinnungsverbandes des sächsischen Bäckerhandwerks. In der Innung sind 695 sächsische Bäckereien organisiert. Ermer: „In zwei Wochen wird wieder ein Kollege von mir aufhören. Dreißig Jahre lang hatte er seine Landbäckerei in Leippe-Torno.“

Warum geht es dem Traditions-Bäcker so schlecht?
Ermer: „Die Bäckereien kann man in drei Drittel einteilen: Einem Drittel geht es richtig gut, ein Drittel kommt um die Runden. Aber ich bin ganz sicher, dass es ein Drittel aller Kollegen nicht schaffen werden.“

Was haben die erfolgreichen Kollegen besser gemacht?
„Ich spreche mal für meine Bäckerei. Der Anteil der Lohnkosten stieg in den letzten Jahren von 42 auf über 50 Prozent. Die Discounter setzen uns mit dem Verkauf von Industriebrötchen unter Druck, mit denen sie nicht einmal Geld verdienen. Strukturwandel, Demografie... ich musste reagieren und habe drei meiner sechs Geschäfte schließen müssen. Außerdem bin ich aus den Vorkassenzonen der Discounter ausgezogen. Diese Maßnahmen machen sich jetzt bezahlt. Und nicht zuletzt durch die Presse weiß der Bürger, wie es um das Bäckereihandwerk steht: Wir sind die letzten Bäcker und der Kunde hat es in der Hand, ob es uns auch zukünftig geben wird“, sagt Bäckermeister Roland Ermer am letzten Dienstag bei einem Termin, an dem auch Prof. Dr. Georg Milbradt teilnahm. Der ehemalige Ministerpräsident von Sachsen (2002-2008) bereist derzeit Unternehmen, um Eindrücke aus erster Hand zu erhalten.  So wollte Prof. Milbradt beispielsweise wissen:

Wie steht es denn um die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen?
Darauf antwortet Bäckermeister Ermer: „Das wird funktionieren. Es wird funktionieren, dass die 3 bis 4 Prozent integrations- und ausbildungswilliger Ausländer unterzubringen sind. Aber“, so fügt er hinzu, „es wird bei mir nicht Mohammeds Gesetze geben. Man wird sich an Arbeitsabläufe, Regeln und Rezepte anpassen müssen.“

Wie steht es denn um die Ausbildung der Flüchtlinge?, will Milbradt weiter wissen: „Wir werden alle noch einmal ausbilden müssen. Auch wenn sie in ihrer Heimat bereits als Bäcker oder Konditor gearbeitet haben. Einfach so übernehmen, geht nicht. Dafür ist das Tätigkeitsfeld in dieser Berufsgruppe zu komplex“, sagt Ermer.

Milbradt lässt nicht locker: Wie kriegen wir die Masse unter? „Darüber machen wir uns derzeit alle Gedanken“, sagt Roland Ermer. „Einen Teil eventuell in der Gastronomie. Aber wir fürchten, dass sich ein Schwarzmarkt entwickeln wird.“
Eine Angst, die auch Frank Hirche teilt. Vor dem Hintergrund, dass in Hoyerswerda demnächst ein drittes Asylbewerberheim eröffnet werden soll, fragen wir den Landtagsabgeordneten:

Wohin geht denn die Entwicklung? Gibt es überhaupt eine Maximalzahl an Asylbewerbern, die nach Hoyerswerda kommen sollen?
„Wir sind noch nicht am Ende der Fahnenstange angekommen. Ich mache das mal an Zahlen fest: Als wir das erste Mal darüber im Innenausschuss gesprochen  haben, waren es Zahlen zwischen 100.000 bis 250.000. Mittlerweile sind wir bei fast 850.000 im Bundesgebiet angekommen. Der Freistaat Sachsen soll zum Stand September ca. 40.000 Flüchtlinge aufnehmen. Davon der Landkreis 2.000 bis 4.000. Für mich ist keine Tendenz erkennbar, dass es weniger wird.“

Bei der Unterbringung von Flüchtlingen haben viele Bürger das Gefühl, dass Hoyerswerda größere Verantwortung und Aufgaben übernimmt als Orte im Umfeld. Ist das so?
„Das Gefühl teile ich. Aber man muss natürlich beachten, dass bestimmte Gegebenheiten vorhanden sein müssen. Zum Beispiel eine vernünftige Infrastruktur. Deshalb hat ja der Freistaat und der Landkreis erst die großen Orte für die Unterbringung bestimmt. Aber man wird nicht herumkommen, demnächst auch mehr in die Fläche zu gehen. Persönlich sage ich, ich sehe keinen Grund, warum zum Beispiel Wittichenau zur Zeit keine unterzubringenden Personen hat. Aber auch da werden Flüchtlinge hinkommen.

Ich hätte die Flüchtlinge generell eher aufs Land geschickt. Dass die zum Beispiel in der Erntezeit mit eingesetzt werden können. Es erschließt sich mir überhaupt nicht, dass Leute händeringend bei der Spargelernte gesucht werden und die Heime sind voll mit jungen Leuten, die arbeiten können und das auch wollen.“

Drei Heime und immer wieder Gerüchte um neue Aufnahmeeinrichtungen. Zuletzt erregte der Verkauf des ehemaligen SÜBA-Blocks in Hoyerswerda (hinter der Kaufland-Tankstelle, Industriegelände) und die geplante Vermietung an den Landkreis, sprich für Flüchtlinge, die Gemüter. WochenKurier fragt den neuen Besitzer:

Was ist dran an dem Gerücht, dass in Hoyerswerda ein 4. Heim eröffnet wird?
„Ganz klar: Gar nichts“, sagt Veit Burmeister als Chef des Immobilienunternehmens, welches das Haus vor wenigen Tagen erworben hat. „Ich weiß, dass der Landkreis wohl an dem Haus interessiert war, doch wir sind die neuen Besitzer. Und zwar nicht, um da Flüchtlinge unterzubringen, sondern weil ein Bürohaus im letzten Jahr abgebrannt ist und ich nun einen Bedarf an gleichwertigen Flächen sehe. Derzeit ist das Haus zu einem Drittel ausgelastet. Doch wir haben in den letzten Tagen bereits mehrere Anfragen von potentiellen Mietern erhalten. Auch aus dem ehemaligen Lehrlingswohnheim in der Müntzerstraße, dass ja nun Flüchtlingsheim werden soll“, so Burmeister.

Nun gibt es derzeit mehr wichtige Themen als Asylbewerber und Flüchtlinge, die Lokalpolitikern, speziell in Hoyerswerda, unter den Nägeln brennen. Immer lauter wurde in den letzten Tagen das Getuschel, dass es um das Verhältnis Stadtverwaltung-Stadtrat in Hoywoy nicht sonderlich gut bestellt sein soll. Wir fragen Frank Hirche als Fraktionsvorsitzenden der CDU-FDP Fraktion im Stadtrat von Hoyerswerda:

Kann der Stadtrat nicht mehr mit der Stadtverwaltung?
„Ich will es mal so formulieren: Hier geht es nicht um Einzelinteressen, sondern um das Zusammenwirken aller beteiligten Personen und Gestalter. Im Moment funktioniert das nicht optimal. Hauptursache dafür könnte ein gefühltes Misstrauen von der Spitze der Verwaltung gegenüber den Stadträten sein.

Ich denke, dass sich viele meiner Kolleginnen und Kollegen im Stadtrat bei vielen Beschlussvorlagen überfahren fühlen. Es gibt schon einige Vorlagen bei denen man das Gefühl hat, dass diese eigentlich nur noch vom Stadtrat abgenickt werden sollen. Auch finde ich die Information, die die Stadträte erhalten, zu dürftig und meist den Dingen hinterherlaufend. Das ist teilweise eine Ignoranz, dass die Leute einfach nicht mit auf den Weg genommen werden.

Wir Stadträte fühlen uns teilweise nicht ernst genommen. Es bleibt der Eindruck: Wir können anstellen was wir wollen, es wird ja sowieso nicht gemacht. Wobei ich glaube, dass man dies nicht an einer Personalie festmachen kann, sondern sage, dass die Stadtverwaltung in ihrer jetzigen Form einfach nicht funktioniert. Zumindest nicht so, wie man sich das vorstellt.

Ansonsten muss ich sagen, müssen wir Hoyerswerda auch nicht schlecht reden. Denn abgesehen davon hat Hoyerswerda aus meiner Sicht keine größeren Probleme. Wir sind infrastrukturell gut aufgestellt, was wir jedoch nicht sind: Wir können uns nicht verkaufen. Das ist der springende Punkt. Wenn ich sehe, wie Senftenberg sich verkauft. Da ist ja im Prinzip gar nichts. Außer dem Hafen haben die doch nichts. Aber alle sprechen von Senftenberg, wie schön es doch dort ist...

Lausitzer Rundschau, 06.03.2015: Der Frauenruheraum kehrt wieder zurück

An zentraler Stelle, in den Räumen des Pflegedienstes VergissMeinNicht Lausitz Pflegedienst GmbH, hat Veit Burmeister einen zentralen Frauenruheraum für die 40 Mitarbeiterinnen seiner Hotel- und Dienstleistungsunternehmen eingerichtet. FOTO: Mandy Decker

Am morgigen Sonntag ist internationaler Frauentag. In einigen Hoyerswerdaer Unternehmen spielte der 8. März schon am Freitag eine Rolle, wie Stichproben bei Hoyerswerdaer Unternehmen ergaben.

 

Lausitzer Rundschau, 22.10.2014: Moderne trifft Altstadt: Eine-Million-Euro Feriendomizil eröffnet

Rundum beeindruckt: Oberbürgermeister Stefan Skora (r.) gratuliert Investor Veit Burmeister. FOTO: Hummel

Zwölf Ferienapartments, verteilt auf vier Etagen, sind seit dem gestrigen Dienstag offiziell bezugsfertig. Über eine Million Euro hat Geschäftsmann Veit Burmeister in das moderne Altstadt-Domizil für Touristen des Seenlands investiert. Nach einer Bauphase von sieben Monaten ist am gestrigen Dienstag das symbolische rote Band vor der Eingangstür durchschnitten worden. Burmeister übergibt damit die Geschäftsführung an seine Ehefrau Doreen. Neben Freunden, Familie und Geschäftspartnern ließ sich auch Oberbürgermeister Stefan Skora (CDU) durch die 650 Quadratmeter großen Räumlichkeiten führen und gratulierte dem Investor. Der dazugehörige Parkplatz, der je einen Autostellplatz pro Apartment bietet, soll in der kommenden Woche zur Verfügung stehen. Momentan sind drei der zwölf Apartments bezogen, weitere Buchungen sind eingegangen. Burmeister ist ebenfalls Eigentümer des gegenüberliegenden Hotels "Zur Mühle", welches optisch auch in neuem Glanz erscheinen soll: "Noch in diesem Jahr werden wir die Fassade des Hotels erneuern - abgestimmt auf den grau-weißen Anstrich des Apartmenthauses."

Lausitzer Rundschau, 15.10.2014: Apartmenthaus zwischen Historie und Moderne

Modern und elegant: Veit Burmeister ist zufrieden mit der Einrichtung der zwölf Apartments. FOTO: Kompalla

Hoyerswerda wartet mit einer Neuheit auf: Das erste Apartmenthaus mit zwölf Ferienwohnungen ist nach sieben Monaten Bauzeit in der Altstadt fertiggestellt worden. Eine Attraktion ist es schon jetzt, obwohl es erst nächsten Dienstag offiziell eröffnet wird.

Hausmädchen und Handwerker verrichten am Dienstagvormittag die letzten Handgriffe im "Apartmenthaus am Fließ". Ein Tisch muss noch aufgestellt, ein Fernseher installiert und die Betten bezogen werden. Der Neubau mit seinen zwölf modernen Ferienwohnungen fügt sich angenehm ins Ensemble am alten Mühlenfließ ein. Es scheint fast, als ob es schon immer dort steht. Errichtet wurde der Bau auf dem Fundament der alten Mühle. Genau das sorgte in den vergangenen Monaten für Überraschungen, erzählt Eigentümer Veit Burmeister. "Wir hatten zweimal Baustopp." Einmal traten alte Holzfundamente zutage, das andere Mal waren es Mühlensteine. Da der Geschäftsmann die Liebe zu seiner Heimatstadt kaum leugnen kann, hat er die Historie prompt zum Teil des Neubaus gemacht. So erwartet die Besucher direkt hinter Eingangstür einer der Original-Mühlensteine. Da kann Geschichte angefasst werden. Selbst dem Fremden wird sofort klar, wo er sich befindet. Als kleine Erinnerung steht in jedem Zimmer ein historisches Bild der alten Mühle. Dagegen präsentieren sich die Ferienwohnungen in moderner Eleganz. Genau diese Mischung macht das Flair aus. Für die Hoyerswerdaer ist das neue Haus längst eine Attraktion geworden. Denn an seiner Fassade hängt am Eingang eine historische Aufnahme der Hoyerswerdaer Altstadt. "Das ist ein richtiger Wallfahrtsort geworden", scherzt Burmeister. "Die Leute kommen extra vorbei, um sich das Bild anzuschauen." Das genaue Aufnahmedatum kennt er nicht, schätzt aber, dass das Foto in den 1940er-Jahren vom Kirchendach gemacht wurde. Zu sehen ist darauf nicht nur die Mühle. Anstelle des Kinos steht noch das Elektrizitätswerk, am Horizont sind viele Felder und Alleen statt Neubauten zu sehen. Veit Burmeister hat mehr als eine Million Euro in das Apartmenthaus investiert und schafft damit drei neue Arbeitsplätze. Dem Geschäftsmann gehört auch das Hotel "Zur Mühle" direkt gegenüber dem Neubau. "Die Nachfrage ist da", versichert er. "Das Hotel ist immer zwischen 80 und 85 Prozent ausgebucht." Zwischen den beiden Häusern werde es eine Kooperation geben. Die Ferienwohnungen seien vor allem für Langzeiturlauber attraktiv, sagt Veit Burmeister. Besonders für Radtouristen, die das Seenland unter die Pedale nehmen wollen, sei Hoyerswerda immer mehr gefragt. Aber auch für Geschäftsleute, die länger in der Region zu tun haben, seien die Apartments eine Hotel-Alternative. Der erste Gast zieht bereits am heutigen Mittwoch ein. Zum Thema:
1640 Gründung der kurfürstlichen Hofmühle von August dem Starken.1881 wird Otto Zschiedrich Mühlenbesitzer.1916 kauft die Stadt Hoyerswerda das Grundstück.1935 erwirbt Müllermeister Rudolf Nowak das Anwesen.1945 Bombeneinschlag und Zerstörung der Mühle.1946 Wiederaufbau als Stadtmühle.1972 Enteignung.1996 Abriss der Mühle.2009 Veit Burmeister kauft das Grundstück.2014 Neubau eines Apartmenthauses.

Lausitzer Rundschau, 10.03.2014: Spatenstich fürs "Lausitzer Seenland"

Doreen und Veit Burmeister setzen mit dem Landtagsabgeordneten Frank Hirche (Mitte) den ersten Spatenstich für das Apartmenthaus. FOTO: des

Hoyerswerda. Im Oktober sollen die ersten Gäste in das Ferienapartmenthaus gegenüber dem Hotel "Zur Mühle" in Hoyerswerda einziehen können. Gestern gab es den ersten Spatenstich für das Bauvorhaben, in das eine Million Euro investiert wird. Hartmut Landes

Rund 27 Millionen Euro werden in diesem und dem nächsten Jahr in Hoyerswerdas Altstadt investiert. An der Zoowiese entstehen Einkaufsmärkte, die Diakonie wird ein Altenpflegeheim an der Spremberger Straße bauen, die alte Musikschule wird ausgebaut. Und jetzt ist Startschuss für den Bau des Ferienapartmenthauses "Lausitzer Seenland" an der Mühle.

Daran erinnerte am gestrigen Montag Oberbürgermeister Stefan Skora (CDU) während des ersten Spatenstichs für das Apartmenthaus, der in dem Vorhaben eine weitere Bereicherung für die Altstadt sieht.

Etwas mehr als eine Million Euro lässt sich Investor Veit Burmeister das neue Projekt kosten. Zwölf Apartments auf vier Etagen sollen entstehen, insgesamt 650 Quadratmeter Nutzfläche wird das neue Objekt haben. Die Größe der Apartments reicht von 30 bis 50 Quadratmeter. Es sollen Apartments mit Sterneniveau werden.

Burmeister, Eigentümer des benachbarten Hotels "Zur Mühle" und Geschäftsführer der Wach- und Sicherheits GmbH Hoyerswerda, bekannte, er freue sich darauf, dazu beizutragen, dass Hoyerswerda schöner und besser wird. Und er begründete auch, warum er das neue Vorhaben in Angriff nehme: Weil er überzeugt sei von Hoyerswerda und die Stadt eine Zukunft habe.

"Wir brauchen hier Plätze zum Schlafen für Gäste der Stadt." Das sei eine gemeinsame Überzeugung gewesen, zu der er in Gesprächen mit Ärzten des Seenland Klinikums vor geraumer Zeit gekommen sei. Dabei sei auch der Gedanke zum Bau der Ferienapartments geboren worden. Anfang Oktober sollen die ersten Gäste dort übernachten können. Doch schon zum Baustart lobte Burmeister die enge und kooperative Zusammenarbeit mit den Banken und den zuständigen Ämtern der Stadt.

Bereits ab Freitag werden erste Auswirkungen der Bautätigkeit zu spüren sein. Dann wird es Sperrungen vor dem Hotel geben und auch der Mühlensteg nicht mehr passiert werden können. Dessen Tage sind ohnehin gezählt. Im Herbst soll der Steg angehoben und einige Meter stromabwärts versetzt werden.

Auch wenn die beauftragte Baufirma nicht aus Hoyerswerda stammt, so legt Burmeister doch großen Wert darauf, dass zumindest ein Teil des Auftragsvolumens an regionale und lokale Firmen fließt. "sieben bis zehn Firmen aus der Region werden am Bau beteiligt sein. Das ist mir wichtig", sagt er.

Wochenkurier Hoyerswerda, 13.03.2013: LHV verpflichtet ungarisches Talent

Nach fünf Jahren Abstinenz zieht bei den Handballern des LHV Hoyerswerda demnächst wieder ein wenig internationales Flair ein. Wie der Verein am Dienstag bekannt gab, verpflichtete der Oberligist den 18 Jährigen Ungarn Viktor Kovac

"Wir sehen in ihm nicht den ausländischen Profi und werden auch weiterhin an der Philosophie festhalten, vornehmlich mit jungen Spielern zu arbeiten." Erläuterte Robert Widera, Vizepräsident des Vereins die Verpflichtung. "Vielmehr ist er ein junger, hoch talentierter Spieler, der seinen Lebensmittelpunkt nach Hoyerswerda verlegt hat, um hier das deutsche Abitur zu erwerben. Der Viktor ist bereits am Johanneum angemeldet und besucht auch schon das Gymnasium. Als erstes Ziel steht das Erlernen der deutschen Sprache. Wohnen wird er zusammen mit Ronny Eckert in einer WG, so dass der Anschluss an die Mannschaft von vorn herein gewährleistet ist. Ein ganz großer Dank geht an dieser stelle an Veit Burmeister, der als städtischer Unternehmer die Partnerschaft für dieses Projekt übernommen hat."

Gar als "Rohdiamant" betitelte ihn Trainer Matthias Allonge, der den entscheidenden Tipp von einem befreundeten Trainerkollegen erhalten hat. "Viktor hat sehr gute Grundlagen und passt auf Anhieb in unser Spielsystem. Mit seinem Riesenpotenzial wird er uns weiterhelfen. In den nächsten etwas mehr als zwei Jahren kann er zum Führungsspieler in der Mannschaft reifen und sich zum Leistungsträger entwickeln. Als Linkshänder wird er auf der rechten Außenposition oder im Rückraum zum Einsatz kommen." Einen Wehmutstropfen sehen die Lausitzer allerdings darin, dass der 1,90m große Ungar noch eine Wechselsperre absitzen muss und dem Vernehmen nach in dieser Saison wohl nur in den letzten beiden Punktspielen noch eingesetzt werden kann.

Das Handballspielen erlernt hat Viktor Kovacs in Eger. Sein bisher größter sportlicher Erfolg sind anderthalb Jahre Spielpraxis mit Mezökövesdi KC in Ungarns erster Liga im Jugendbereich. Zuletzt spielte der am 26.4.1994 geborene Viktor Kovacs mit SBS Eger-Esterhazy SZSE in der zweiten ungarischen Liga bei den Männern. "Wir sollten von ihm aber noch keine Wunderdinge erwarten." Dämpft Matthias Allonge von vornherein eine möglicherweise aufkommende Euphorie. "Auch bei ihm müssen wir noch an einigen Dingen arbeiten. Als erstes aber muss er in die Mannschaft integriert werden und deutsch lernen." Denn derzeit erfolgt die Kommunikation ausschließlich in englischer Sprache.

Lausitzer Rundschau, 07.03.2012: "Daumen hoch für die Heimatstadt Hoyerswerda"

Unternehmer Veit Burmeister genießt vom Lausitztower die Aussicht auf seine Heimatstadt. FOTO: Jan Augustin

Hoyerswerda.  Im Leben von Veit Burmeister geht fast alles ein bisschen schneller. Selbst die Fahrt zu seinem Lieblingsplatz dauert nur ein paar Sekunden. Ganz oben, auf der Dachterrasse des Lausitztowers, genießt der Unternehmer aus Hoyerswerda die Aussicht auf seine Heimatstadt. Hier erkennt er Strukturen und schmiedet Zukunftspläne. Aufhalten, so scheint es, kann den knapp zwei Meter großen Hünen fast gar nichts – auch nicht der Unfall, der ihn vor fünf Jahren fast das Leben kostete. Um mit ihm mitzuhalten, muss man das Gaspedal immer schön durchgedrückt lassen. Besonders, wenn die Ampel auf Grün springt. Auf den ersten Metern ist man gegen das weiße Mercedes-Sportcoupé aber einfach chancenlos. Und nur, weil so viele Ampeln in der Neustadt oft und lange auf Rot stehen, hält man doch den Anschluss. Deutscher Hip-Hop dringt gedämpft aus dem Stoff-Verdeck. Den Mann, dessen rechte Hand nicht auf dem Lenkrad liegt, sondern ein Handy an das Ohr hält, kennt man in Hoyerswerda: Veit Burmeister, Chef der Wach- und Sicherheits GmbH (WSG), Inhaber des Hotels Zur Mühle, Unternehmensberater und Immobilienkäufer. Die Fahrt von seiner WSG-Zentrale in der Liselotte-Herrmann-Straße bis zu seinem Lieblingsplatz ins Zentrum der Neustadt dauert nur wenige Augenblicke. Noch schneller führt den 39-Jährigen der Fahrstuhl auf die Dachterrasse des Lausitztowers. Das 360-Grad-Panorama ist klar und sonnig. Im Norden blickt man bis zum Kraftwerk Jänschwalde, das weiße Wolken in den Himmel bläst. Im Süden runden die sanften Hügel des Zittauer Gebirges den Horizont ab. Hier oben, sagt er, hat er nicht nur diesen sensationellen Blick. Man sieht, wie Grünflächen entstehen und vor allem, dass Hoyerswerda keine hässliche, sondern eine sehr schöne Stadt ist. Hier oben spüre er aber auch Sicherheit. "Man schaut auf die Stadt herab und sieht, was so passiert ist in den Jahren. Hier kannst du alles sehen, beobachten, deine Pläne überlegen. Du kannst dir auch die Strukturen anschauen." Struktur und Sicherheit - das sind zwei wichtige Bestandteile im Leben von Veit Burmeister. Auch wenn er manchmal ein bisschen zu viel Gas mit seinem Auto gibt. Vor fünf Jahren ist er nicht zu schnell unterwegs. Ausgerechnet die A-Säule, die den vorderen Teil des Daches und die Karosserie verbindet und dem Fahrer bei einem Überschlag eigentlich das Leben retten soll, raubt es ihm damals fast. Sie verdeckt ihm die Sicht auf den herannahenden Lkw. Die Folge: gerissene Milz, gebrochene Rippen, die sich in die Lunge bohren, Albträume. "Ich habe von Krieg geträumt."

43 Tage künstlich beatmet

Im Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum musste Burmeister 43 Tage künstlich beatmet werden. "Ich konnte gar nichts mehr, konnte nicht reden, nicht schreiben. Ich hatte einfach keine Kraft mehr gehabt und panische Angst. Du hast versucht, das abzuarbeiten, kannst es aber nicht, schaffst es nicht." Der Familienvater - Burmeister ist verheiratet und hat zwei Kinder - braucht fast zwei Jahre, bis er wieder auf die Beine kommt. "Ich habe mir gesagt: Du brauchst eine Beschäftigung. Du musst gebraucht werden. Du brauchst dieses Umfeld." Burmeister meint Hoyerswerda. Nur hier fühle er sich wohl. Er steigt wieder ins Geschäft ein, feilt weiter an seinen Firmenstrukturen. Knapp 60 Mitarbeiter beschäftigt er heute in seinem Unternehmen.

Mit 19 Jahren selbstständig

Dass Burmeister überhaupt wieder zurückgekommen ist, schreibt er seinem Kämpferherz als Sportler zu. Burmeister ist als Kind Leistungsschwimmer gewesen und hat die Sportschule in Berlin besucht. Kurze Zeit probierte er es im Boxen. Dann kehrte er nach Hoyerswerda zurück, beendet die Schule und beginnt eine Lehre als Anlagenmechaniker. Mit 19 Jahren bricht er diese ab und macht sich selbstständig. "Ich habe mir zum Ziel gesetzt: Bis 40 möchte ich arbeiten und die Firma führen. Und dann machst du dir ein schönes Leben." Die 20 Jahre sind jetzt rum und erst vor ein paar Tagen feiert er sein Jubiläum in Dubai, ein anderer, entfernter Lieblingsplatz. Und zur Ruhe will sich der durch Fitness- und Ausdauersport breitschultrige Burmeister doch noch nicht setzen. Vielleicht auch, weil ihn der Unfall verändert hat. "Man denkt anders über das Leben nach", sagt er mit ernster Miene.

In Zukunft will er versuchen, die Firmen, die ihn kennen, zu vermitteln, sagt er. "Das Problem ist in Hoyerswerda leider, dass die Leute nicht miteinander arbeiten, teilweise sogar gegeneinander." Veit Burmeister blickt regelmäßig von seinem Lieblingsplatz auf die Stadt herunter. Auch aus beruflichen Gründen, wenn er beispielsweise zu Silvester die Sicherheitsstandards überwachen muss. "Das Komische ist eigentlich, dass es da, wo der soziale Brennpunkt ist - im Stadtzentrum zum Beispiel - am meisten knallt, dass am meisten Raketen hochgeschossen werden. Und das zeigt mir wieder, dass wir alle in Hoyerswerda auf einem sehr hohen Niveau jammern. Ich finde es gigantisch, wie die Hoyerswerdaer ihr Geld teilweise aus dem Fenster rausschmeißen."

iMac und Flachbildschirm

Burmeister, das sagt er von sich selbst, habe noch nie die Hand vor den Mund genommen. Was er gerade denkt, sagt er auch. In seinem frisch renovierten Büro sitzt er vor dem Ausflug zu seinem Lieblingsplatz auf einem der Lederstühle. Auf dem Konferenztisch stehen ein Pott normaler und ein Glas Milchkaffee, weiter nichts. Ein freundlicher Weiß-Ton prägt den Raum. Den gekonnten Kontrast setzt das gebräunte Gesicht von Veit Burmeister sowie sein fliederfarbenes Hemd-Krawatte-Design. Mit dem iMac-Desktopcomputer, der auf dem papierlosen Schreibtisch steht, kann er sein Lieblingsfoto auf den großen Flachbildschirm an der Wand werfen. Es zeigt Hoyerswerda von oben, fotografiert von der Dachterrasse des Lausitztowers.

Lausitzer Rundschau, 13.08.2007: "Big Brother in Hoyerswerda"

 

Nicht jeder freut sich über die Aufmerksamkeit einer Kamera so sehr wie der Autor dieser gestellten Szene. Video-Überwachungskameras haben nicht nur Befürworter, die sich davon Verbrecher-Abschreckung und effizientere Verbrechensbekämpfung versprechen. Die Gegner fürchten Überwachungsstaat und Ausschnüffelei, unvereinbar mit den Bürgerrechten, freier Selbstbestimmung und Individualität. Immerhin kann nicht jeder filmen und archivieren, wie und wo er will – und selbst, wo er es mit Geräten wie dem rechts oben darf, muss er das gut erkennbar öffentlich anzeigen. Foto: Mirko Kolodziej

Was die Videoüberwachung im Hochhaus Straße des Friedens vor drei Wochen in der Nacht des Brandes im achten Stock eingefangen hat, ist überdeutlich: 0.10 Uhr betreten drei Jugendliche das Haus. 1.33 Uhr verlassen sie es wieder, bepackt mit Computern und vollen Beuteln. 2.09 Uhr kommt einer der drei mit einem Benzinkanister zurück. 2.15 Uhr rennt er aus dem Ausgang und hält sich das Gesicht.

„Wir haben da, wo Kameras hängen, Ruhe vor Vandalismus.“ Torsten Zeh, Geschäftsleiter des Globus-Marktes Hoyerswerda

Die drei jungen Männer waren schnell gefasst. Die Videokamera im Haus hat sich ausgezahlt - und zwar nicht erst seit dem Brand. "Es war schon im Vorfeld so, dass die Vandalismusschäden zurückgegangen sind”, sagt Axel Fietzek, Vorstand des Hauseigentümers und Großvermieters LebensRäume. Das Unternehmen hat punktuell dort Kameras installieren lassen, wo Beschädigungen oder Kellerbrände überhandnahmen. Die Bilder dieser optischen Wächter werden auf Computerfestplatten gespeichert - und nach einiger Zeit überschrieben. "Unser Unternehmen hat in Hoyerswerda und Umgebung zwischen 60 und 100 Kameras im Einsatz”, erklärt Veit Burmeister, der Chef der Wach- und Sicherheits GmbH Hoyerswerda (WSG). Einige davon sind so eingestellt, dass sie sich melden, sobald sich davor etwas bewegt. Während die WSG-Leute beim herkömmlichen Alarm vor Ort fahren und nachsehen müssen und erst dann die Polizei rufen können, geht mit Kamera alles parallel. "Wir haben schnellere Verfolgungszeiten”, sagt Burmeister.

Seine Kunden sind zufrieden. Torsten Zeh, der Geschäftsführer des Hoyerswerdaer Globus-Marktes, erzählt, dass mit Hilfe der Überwachung vor einigen Wochen der Aufbruch eines Dienstwagens aufgeklärt werden konnte: "Zudem haben wir dort, wo Kameras hängen, Ruhe vor Vandalismus.”

Deshalb werden am Globus dieser Tage weitere Kameras angebracht. Im Markt selbst assistieren die optischen Helfer zudem den dort tätigen Detektiven.

"Solange ich mein eigenes Grundstück überwache, kann ich das ohne Einschränkungen tun”, erläutert der Datenschutzbeauftragte der Stadtverwaltung, Jens Frühauf.

Einzige Bedingung an frei zugänglichen Orten sei die Kennzeichnungspflicht. Das gilt auch, wenn Behörden Kameras an öffentlichen Plätzen aufhängen. "Da müssen wir am Straßenverkehrsamt noch nacharbeiten”, sagt der Datenschützer über das einzige überwachte Stadtverwaltungsgebäude. Dort fehlt die Kennzeichnung bisher. Pläne, auch an Orten wie dem Lausitzer oder dem Lipezker Platz Kameras anzubringen, sind etwa vor zwei Jahren verworfen worden. Rathaussprecher Bernd Wiemer bestätigt, dass es Arbeitsgespräche dazu gegeben habe: "Das ist aber definitiv vom Tisch, auch weil es sich nicht um Kriminalitätsschwerpunkte handelt.” Jens Frühauf sagt, das sei nämlich die Bedingung für Überwachung im öffentlichen Raum. Sie könnte so aussehen, dass die Polizei über eine Computersoftware ei ne bestimmte Kamera anwählt und das Geschehen auf einem Platz beobachtet.

In den zuständigen Behörden wird darüber nun nicht mehr nachgedacht, auch wenn sich bei Jens Frühauf noch nie jemand über eine Kamera beschwert hat., wie er erklärt. Bei den LebensRäumen gibt es laut Axel Fietzek sogar Mieter, die die Überwachung ausdrücklich verlangen. Dennoch hat er Überwachungskameras auch schon wieder abbauen lassen, wenn sich in einem Haus die Sicherheitslage beruhigt hatte. Allerdings hängen sie nun in anderen Gebäuden.

Hintergrund Überwachung

1984: Roman von George Orwell, Parodie auf das Stalin-Russland von 1948, in dem der imaginäre Partei- und Staatsführer Großer Bruder ("Big Brother”) seine Gefolgschaft Tag und Nacht bis in die Wohnung hinein mit "Teleschirmen”, Videokameras also, überwachen lässt ("Der Große Bruder sieht dich”) und Abweichler nach einer qualvollen Gehirnwäsche töten lässt.

Verbindliche deutsche Rechtsgrundlage für Videoüberwachung ist § 6b des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG): Beobachtung öffentlich zugänglicher Räume mit optisch-elektronischen Einrichtungen (Videoüberwachung) ist nur zulässig, soweit sie zur Aufgabenerfüllung öffentlicher Stellen, zur Wahrnehmung des Hausrechts oder zur Wahrnehmung berechtigter Interessen für konkret festgelegte Zwecke erforderlich ist und keine Anhaltspunkte bestehen, dass schutzwürdige Interessen der Betroffenen überwiegen. Der Umstand der Beobachtung und die verantwortliche Stelle sind... erkennbar zu machen... Mögliche Schadensersatzforderungen regelt §7 BDSG

Ältere Artikel und Anzeigen:

Artikel aus elster 'xtra 2007:

Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?

Die heißeste Disco in der Stadt, vor der Tür stehen die Typen mit riesigen Muskeln und dem grimmigen Blick. Und dann kommt er, der gefürchtete Satz: Tut mir leid, du kannst hier heute nicht rein.

Schon mal erlebt?

elster´xtra hat sich in die Höhle des Sicherheits-Löwen getraut, um den Muskelmännern mal auf den Zahn zu fühlen. Einer, der es wissen muss, ist Veit Burmeister. Er erzählt uns von den Anfängen: „In den 90er Jahren, als die Rechtslage noch nicht ganz eindeutig war, gab es auch Türsteher, die schon mal richtig ausgeteilt haben. Die Polizei hat sich damals immer zurückgehalten und gewartet bis wir die Sache geklärt haben.“ Veit Burmeister ist Geschäftsführer der Wach- & Sicherheits GmbH aus Hoyerswerda. Seit zwei Jahren sorgen rund 10 Mitarbeiter für die Sicherheit bei kleinen und großen Veranstaltungen. Und was hat sich verändert?

„Heute sieht die Sache ganz anders aus. Wer sich an der Tür behaupten will, muss seit ungefähr zwei Jahren nicht nur ordentlich Muckis haben, sondern auch richtig was im Kopf. Und eine „weiße Weste“ sowieso. Denn bevor man die Lizenz als Sicherheitsschützer erhält, wird das polizeiliche Führungszeugnis eingefordert. Dann müssen rechtliche Fragen in einem Kurs gebüffelt werden – und am Ende ist schriftlicher und mündlicher Prüfungsstress angesagt“, erklärt Veit Burmeister.

Stehen die schwarz gekleideten und furchteinflößenden Ordnungshüter an der Discotür, übernehmen sie das Hausrecht des Veranstalters. Bevor die Party steigt, klärt der Sicherheitsdienst mit ihm die Rahmenbedingungen, an die sich die Security dann zu halten hat. Das heißt: sie können jeden, der Stunk macht, entweder gar nicht erst reinlassen oder dafür sorgen, dass er schnell wieder rausfliegt. „Wir haben mit dem Hausrecht auch das Recht, Störenfriede mit angemessenen Mitteln vor die Tür zu befördern“, erklärt Veit Burmeister. Vorher müssen aber mindestens zwei Verwarnungen ausgesprochen werden. „Wir fangen aber nicht sofort an, jemanden aus der Disco zu prügeln, wenn er nicht auf unsere Aufforderungen reagiert“, so Michael Jahn, Einsatzleiter für Veranstaltungen. „Erst wenn uns jemand angreift, kann es ungemütlich werden.“ Das passiert meistens dann, wenn Alkohol und Drogen im Spiel sind, oder sich zwei Männer um eine Frau streiten.

Auch das schöne Geschlecht ist nicht zu unterschätzen, wenn es unter Alkohol steht oder wütend ist. Dann wird es für das Sicherheitspersonal knifflig. „Wir können uns ja schließlich nicht verprügeln lassen. Auch wird sind Menschen und Väter, die den Job nebenbei machen“, sagt Veit Burmeister. „Aber mal ehrlich: Die riesigen Muskelpakete, die meine Jungs haben, helfen da manchmal schon ungemein. Denn ob man sich mit denen anlegen möchte, kann man sich gleich am Einlass überlegen.“